Content: Der neue Letzigrund

Der neue Letzigrund

Das neue Stadion Letzigrund ist eine multifunktionale Arena ohne Mantelnutzung, die je nach Anlass für 25'000 (Fussball), 30'000 (Leichtathletik) bis 50'000 (Open-Air-Konzerte) Gäste Platz bietet.


Das Stadion Letzigrund ist Zürichs populärster Neubau seit vielen Jahren. Seine klar und leicht wirkende Architektur überzeugt; schon lange vor der Fertigstellung schloss die Bevölkerung das neue Stadion ins Herz. Dass der Bau innert kürzester Zeit beschlossen, geplant und realisiert wurde, machte die verloren geglaubte Teilnahme an der EURO 2008 möglich und gab dem Zürcher Stadionstreit eine unerwartete, positive Wende: das Wunder von Zürich.


Zürich hat ein neues, zurückhaltendes und trotzdem markantes Bauwerk: das Stadion Letzigrund. Mitten in der Stadt, am Ort des alten Stadions, schreibt es die grosse Geschichte dieser Sportstätte fort, an der seit 1959 schon 24 Weltrekorde aufgestellt wurden. Die klare architektonische Form des neuen Stadions beeindruckt, das Imposante, fast schwebende Dach mit seinen charakteristischen Leuchten und seine freundliche Offenheit laden zum Besuch ein. Die Menschen haben den alten Letzigrund geliebt; sie werden den neuen ins Herz schliessen; nicht zuletzt, weil sein beschleunigter Bau die Teilnahme Zürichs an der EURO 2008 ermöglichte. Der Letzigrund Ist und bleibt das Stadion der Zürcherinnen und Zürcher. Es ist für Spitzensport auf Weitniveau konzipiert, aber es dient auch dem Breitensport der Bevölkerung. Es Ist ein technisch anspruchsvolles Bauwerk und wirkt dennoch einfach und klar wie eine antike Sportstätte. Es ragt nur wenig über das Niveau der umliegenden Strassen hinaus und überrascht die Besuchenden mit dem weiten, in die Erde eingelegten Zuschauerraum.


Quelle: Buch Stadion Letzigrund Zürich, Daniel Kunz

1997 Grundsatzenscheid des Gemeinderates für den Ausbau des Stadions Letzigrund.
2001 Architekturwettbewerb für ein multifunktionales Stadion auf dem Hardturmareal. Die Stadion Hardturm AG entscheidet sich im gleichen Jahr für den Bau eines reinen Fussballstadions.
2002 Der Gemeinderat beschliesst die Projektierung eines für die Leichtathletik geeigneten Stadions. Er verzichtet ausdrücklich auf eine Mantelnutzung.
2003 Aus 12 Projektvorschlägen werden vier Ideen für die Projektpräzisierung ausgewählt.
2004 Im April wählt die Jury das Projekt Corculum Impressum zum Siegerprojekt. Im September entscheidet die Credit Suisse, den Rekurs gegen das Fussballstadion ans Bundesgericht weiterzuziehen und der Stadtrat bringt den Letzigrund als mögliches Fussball- EM-Austragungsstadion ins Spiel. Im November bewilligt der Gemeinderat mit 82:30 Stimmen die Erhöhung des Projektierungskredits.
2005 Im Januar unterzeichnet der Stadtrat mit dem SFV und der UEFA die Stadionverträge für die Fussball-EM 2008. Am 9. Februar bewilligt der Gemeinderat den Neubau des Letzigrunds mit 116:0, den Gestaltungsplan mit 115:0 und den Zusatzkredit für die UEFA EURO 2008TM mit 115:0 Stimmen. Am 5. Juni heisst die Stadtzürcher Stimmbevölkerung den Objektkredit in der Höhe von brutto 110 Mio. Franken mit 75,25 Prozent Ja-Stimmen gut. Auch der Erhöhung des Objektkredits von 11,3 Mio. Franken für die Durchführung von drei Gruppenspielen der UEFA EURO 2008TM hat der Souverän mit 69,47 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. Im August wird die Baubewilligung rechtskräftig und der Totalunternehmer ausgewählt. Am 15. November erfolgt der offizielle Spatenstich.
05-07 Der Neubau des Letzigrunds erfolgt in zwei Phasen. Auf den bisherigen Trainingsplätzen wird von November 2005 bis August 2006 ein Teil der neuen Haupttribüne erstellt. In dieser Phase läuft der Betrieb im alten Stadion weiter. Im Frühling 2006 trägt der FC Zürich sein letztes Spiel im Letzigrund aus und zügelt dann für gut ein Jahr ins Stadion Hardturm. Am 18. August erleben tausende Zuschauer das Leichtathletik- Meeting «Weltklasse Zürich» zum letzten Mal im alten Stadion. Unmittelbar danach beginnt die zweite Phase des Neubaus und der Letzigrund wird nun definitiv zur Grossbaustelle: Es beginnt der Rückbau des alten Stadions (bis Ende 2006), der Aushub und der Bau des neuen Stadions, der bereits im Ende August 2007 abgeschlossen ist.