08.06.11
Energiecontrolling 2010
Das Stadion Letzigrund gehört zu den 91 Energiegrossverbrauchern der Stadt Zürich, welche von den Fachleuten der Immobilien-Bewirtschaftung permanent einer Betriebsoptimierung unterzogen werden. Die Zielvereinbarung mit dem Kanton Zürich sieht vor, dass bis 2014 jährlich 2% Elektro- und Wärmeenergie eingespart werden müssen und das erreichte Niveau bis zum Ablauf der Vereinbarung im Jahre 2021 gehalten werden muss.
Die Energiedaten werden täglich erfasst und via Web-Folder in eine Energiebuchhaltungs-Software übermittelt. Die Daten werden analysiert und auf grosse Abweichungen überprüft. So können überhöhte Energie- oder Wasserverbräuche mit den technischen Betriebsfachleuten vor Ort einer raschen Abklärung unterzogen werden.
Der Energieverbrauch wird durch die Anzahl Anlässe stark beeinflusst. Speziell zu erwähnen sind die Meisterschafts- und Cupspiele von FCZ und GC, die beiden Konzerte der irischen Rockband U2 sowie das Leichtathtletikmeeting „Weltklasse Zürich“. An Tagen ohne Events finden Privatveranstaltungen statt und das Restaurant Oval ist für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die Energieversorgung des Stadions erfolgt seit 2009 komplett CO2-neutral mit Holzpellets, Biogas, einer thermischen Solaranlage und dem Bezug von Solarstrom.
Der Wärmeverbrauch konnte im Vergleich zum Vorjahr temperaturbereinigt um 2.9% auf 1‘893‘050 kWh reduziert werden. Die Einsparung entspricht dem Energieverbrauch von fünf modernen Einfamilienhäusern der Effizienzklasse C.
Der Jahresertrag der Sonnenenergie-Systeme reduzierte sich leicht. Die thermische Solaranlage erzeugte 26‘000 kWh (-4.4%), wobei 35% der Energie für die Warmwassererzeugung abgedeckt werden konnte. Die Eigenerzeugung der 1‘660 m2 grossen Photo-Voltaikanlage mit 185‘481 kWh (- 9.6%) entspricht einem Produktionsanteil von 10.4%. Die Reduktion der Energiegewinnung ist auf die geringere Anzahl Sonnentage zurückzuführen.
Der Wasserverbrauch konnte um 10.4% auf 13‘614 m3 gesenkt werden. Die Einsparung entspricht dem Tagesverbrauch von 1‘700 Haushalten. Ein Drittel wurde für die Rasenbewässerung verwendet, zwei Drittel wurden für die Garderoben, Reinigungen, Restaurant, etc. eingesetzt.
Der Stromverbrauch erhöhte sich um 1.5% auf 1‘787‘080 kWh. Der Verbrauch lässt sich im Wesentlichen auf Verpflegung (55%), elektronische Medien (20%), Gebäudetechnik (20%) und die Stadionbeleuchtung (5%) aufteilen.
Die Grafik zeigt die Aufsplittung des Stromverbrauchs auf die einzelnen Events.

